Drama | 2008
Regie: Tom Schreiber
Darsteller: August Diehl, Marleida Soto, Andrés Parra u.a.
Laufzeit: 106 Minuten
Marc (August Diehl), Medizinstudent aus Deutschland, hat sich dazu entschieden ein Praxissemester in einer der gefährlichsten Stadt Kolumbiens, Santiago de Cali, zu absolvieren. Schon an seinem ersten Arbeitstag im Krankenhaus wird er schnell mit Bandenkriegen, Kriminalität und Armut konfrontiert. Gerade wegen dieser starken Kontraste zu Deutschland ist für Marc das Leben in der Favela Siloé zuerst noch ein Abenteuer mit Drogen, Party und Prostituierten, doch spätestens nach einer Affäre mit der Kioskbesitzerin Wanda (Marleida Soto) werden die Probleme sehr real und drohen aus dem Ruder zu laufen.
August Diehl füllt die Rolle des Protagonisten mit seinen selbstzerstörerischen und abenteuerlustigen Charakterzügen voll aus. Die schauspielerische Leistung ist glaubwürdig, auch wenn einige Szene etwas überzeichnet und unglaubwürdig wirken. Die einzelnen Laiendarsteller wurden teilweise in Siloé direkt vor Ort gecastet und können ebenfalls überzeugen. Auch wenn Dr. Alemán Ähnlichkeiten mit The Last King of Schottland hat und der Regisseur Tom Schreiber einige Klischees bedient, gehört dieser deutsche Film durchaus in die Kategorie „Sehenswert”.



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