Der Ghostwriter

Polithriller | 2010
Regie: Roman Polanski
Darsteller: Ewan McGregor, Pierce Prosnan, Kim Cattral u.a.
Laufzeit: 128 Minuten

„Der Ghost” (Evan McGergor) erhält durch einen Freund den lukrativen Auftrag an den Memoiren des britischen Premierministers Adam Lang zu schreiben und fährt daher auf die Insel Martha’s Vinyard. Hier hat sich der Abgeordnete nach seiner Amtszeit mit seiner Frau und seinen Mitarbeitern zurückgezogen. Was dem neuen Ghostwriter zunächst nicht klar ist: Der vorherige Ghostwriter und enge Vertraute Adam Langs ist auf gerade dieser Insel unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Der Ghost stößt bei seinen Recherchen zudem schnell auf Ungereimtheiten im Leben des Abgeordneten. Als dieser nun noch für seine politische Rolle im Irak-Krieg angeklagt wird, spitzt sich sie die Situation gefährlich zu. Ein Katz- und Mauspiel um Leben und Tod beginnt.

Roman Polanski erzeugt bei der Ghostwriter genau wie bei seinen früheren Werken eine fesselnde Stimmung. Das liegt zum einen an seiner starken Inszenierung, zum anderen aber auch an seiner perfektionistischen Ader. Die einzelne Szenen sind bis ins Detail geplant und erzeugen so beim Zuschauer ein passendes Gesamtbild. Auf klassische Stilmittel aus Politthrillern wie Verfolgungsjagden oder Aktionszenen wird komplett verzichtet. Trotzdem wird eine Spannung erzeugt die von der ersten Minute an fesselt. Der Drehort Sylt steuert zudem im weiteren Verlauf des Films einen großen Teil zur Atmosphäre bei. Die Insel strahlt eine kalte und bedrohliche Atmosphäre aus. Natürlich bereichert auch Ewan McGregor durch seine guten schauspielerischen Leistungen und seiner starken Präsenz den Film. Der Zuschauer verfolgt gebannt seine Recherchen und Ewan McGregor wird durch seine nette Art schnell zum Sympathieträger.

Der Ghostwriter ist spannend, fesselt den Zuschauer schnell und ist wie eigentlich jede Regiearbeit von Roman Polanski ein klarer Filmtipp.